Mittwoch, 7. September 2016

Ölkohle-Alarm

Das Zweitakter das Gemisch nicht rückstandsfrei verbrennen und sich daher auch bei 1:50 Mischungsverhältnis noch Ölkohle im Auspuff absetzen kann, war mir bekannt. Ich habe nach ungefähr 300 km Fahrstrecke den Zylinderkopf und den Zylinder abgenommen, um mal nach dem Rechten zu sehen. Der folgende Anblick hat mich doch etwas geschockt:

Kolben mit Ablagerungen
Anscheinend sind meine Abstimmungsversuche vom letzten Jahr nicht spurlos an Kolben und Zylinderkopf vorübergegangen. Der Zylinderkopf war mit einer millimeterdicken Ölkohleschicht verkrustet, und auch auf dem Kolben fand sich diese klebrige, weiche Masse. Wahrscheinlich sind dies die Spuren der sehr fetten Einstellung (74er Hauptdüse) vom Anfang, bei der ja schon halbverbranntes Öl aus dem Auspuff tropfte. Ich habe den Zylinderkopf, den Zylinderauslass und auch den Kolben mit Motorreiniger und Bürste von dem Dreck befreit und den Motor mit frischen Dichtungen wieder zusammengesetzt. Ich werde nach weiteren 300 - 500 km noch einmal nachsehen, aber ich glaube, mit der kleinen 64er Düse sollte sich keine Ölkohle mehr im Brennraum absetzen.


Mittwoch, 10. August 2016

Zurück zur 64er Hauptdüse

Ich bin die letzten Tage mit meiner MF 2 CL herumgefahren und machte mir etwas Sorgen um die Motorgesundheit. Ich hatte ja die Hauptdüse des Bing 1/10/102Z von der ursprünglichen 74er Größe durch ausprobieren bis auf eine 60er Hauptdüse heruntergeschraubt. Der Motor zieht gut mit der 60er und qualmt überhaupt nicht. Das Kerzenbild ist nach einer Vollgasfahrt schön hellbraun und die MF 2 zieht hoch bis 30 km/h, und das mit der Originalübersetzung von 11 zu 42.

Mir ist jedoch unangenehm aufgefallen, dass der Motor starke Vibrationen zeigt, wenn man bei Vollgasfahrten schnell das Gas wegnimmt. Auch kann man hören, dass es heftig im Brennraum zur Sache geht. Da das Gemisch mit einer 60er Hauptdüse schon recht mager eingestellt ist, kommt es leicht zu einer sehr heißen, materialmordenden Verbrennung, bei der vor allem der Kolben einiges wegstecken muss. Alles spricht dafür, dass der Motor mit der 60er Hauptdüse recht heiß läuft.

Ich habe gestern also wieder auf eine 64er Hauptdüse zurückgerüstet, um das Gemisch etwas fetter einzustellen und damit die Verbrennungstemperatur im Motor auf einen gesünderen Wert zu senken. Bei kaltem Motor mit Choke qualmt es nun etwas aus dem Auspuff, aber wenn sie warmgefahren ist, läuft die Kreidler auch mit der 64er Hauptdüse die erwarteten 30 km/h. Jetzt sind auch der rauhe Lauf beim Gaswegnehmen und die Vibrationen weg, es fühlt sich insgesamt besser an und ich glaube, dass ich der Lebensdauer von Kolben und Zylinder damit einen echten Gefallen getan habe.


Sonntag, 7. August 2016

Kennzeichenverstärkung aus Aluminium

Lange habe ich gesucht, und endlich etwas in dieser Richtung gefunden.

Früher gab es so genannte Kennzeichenverstärkungen aus Alublech, die als Unterlage für die Versicherungskennzeichen angeschraubt wurden. Es waren einfache, gepresste Blechteile mit einem erhabenen Rand, der das Kennzeichen umrahmte  und es vor Beschädigungen schützte. Zudem neigen die Versicherungskennzeichen auch gerne zum dröhnen und klappern, wenn sie einfach auf das hintere Schutzblech geschraubt werden.

Im Internet werden in letzter Zeit ähnliche Kennzeichenverstärkungen aus Alublech angeboten, doch sind diese für niederländische Kennzeichen gedacht und etwas größer als die deutschen Versicherungskennzeichen. Die meisten Angebote sind jedoch billige Plastikteile mit oder ohne Werbeaudruck, aber so etwas schraube ich mir nicht an mein Mofa.

Bei der Firma PT Pro, eine Firma die Segways und Zubehör vertreibt, bin ich schließlich fündig geworden. Der Preis von 14,90 € ist OK, jedoch fallen noch Versandkosten an.

Kennzeichenverstärkung aus Aluminium
Geliefert wurde eine massive Aluminiumplatte mit erhabenem Rahmen, in den genau ein deutsches Versicherungskennzeichen passt. Die Befestigungslöcher sind vorgebohrt und passen exakt. Ich wollte diese Kennzeichenverstärkung gerne in blankem Alu-Finish bestellen, diese Ausführung ist aber nicht lieferbar. Die mattschwarze Beschichtung sieht jedoch auch ganz gut aus.

Und so sieht es am Mofa aus. Ich finde, das ist eine echte Verbesserung. Und klappern tut auch nichts mehr ....

Kennzeichenverstärkung montiert

Sonntag, 10. Juli 2016

Tour zur Rheinbrücke Emmerich

Das trockene, heiße Wetter war genau richtig, um sich mit dem Fahrwind eine Abkülung zu verschaffen. Mein heutiges Ausflugziel war die Rheinbrücke bei Emmerich.

Mit vollem Tank ging es am Nachmittag los. Das Thermometer zeigte 27 Grad und die Sonne wurde nur selten von kleinen Wolkenfetzen verdeckt. Die Fahrt zur Brücke nahm schon eine gute Stunde in Anspruch, dafür vermied ich es, die langweiligen Radwege an den Hauptstraßen entlang zu fahren. Stattdessen nahm ich asphaltierte Wirtschaftswege, mit denen der Niederrhein reichlich gesegnet ist.

Bei der Rheinbrücke linksrheinisch angekommen, machte ich erst einmal eine Aufnahme mir der Brücke im Hintergrund.

Rheinbrücke bei Emmerich

Danach genoß ich die Fahrt über die Brücke und lies den Blick über den Rhein schweifen, der nach dem Hochwasser der letzten Wochen nun wieder normal aussah.

Auf der anderen Rheinseite wechselte ich die Straßenseite und fuhr erneut über die Brücke, diesesmal in Richtung Kleve. Am Beginn der eigentlichen Brücke stoppte ich kurz für eine weitere Aufnahme.

Kreidler MF 2 CL auf der Rheinbrücke
Zum Schluß wagte ich es noch, ein kurzes Video mit dem Smartphone aufzunehmen. Gar nicht so einfach, mit einer Hand zu fahren. Ich lies es zudem langsam angehen und fuhr nicht schneller als 20 km/h.



Insgesamt trug mich heute meine MF 2 CL ohne Probleme über eine Strecke von gut 70 km. Mal sehen, wohin die nächste Tour führt.

Freitag, 8. Juli 2016

30 km/h geknackt

Heureka und Yippie-Ya-Yeah!
Heute ist es mir gelungen, einen weiteren Meilenstein in der Optimierung meiner kleinen Kreidler zu erreichen. Mit Serienausstattung (Vergaser, Luftfilter und Übersetzung 11 zu 42) ist es mir gelungen, auf ebener Strecke die Marke von 30 km/h zu erreichen.

Ich hatte vor einer Woche eine umfangreiche Testreihe gestartet und ziemlich oft den Vergaser teilzerlegt, um die Rastung der Düsennadel zu ändern und die Hauptdüse zu tauschen. Diese Kombination spielt anscheinend am Besten mit dem Motor und der Zündeinstellung zusammen:

Vergaser:                 Bing 1/10/102Z
Vergasernadel:        46-042 (Standard)
Nadelstellung:         2. Kerbe von oben (Standard)
Nadeldüse:              2,12 (Standard)
Hauptdüse:              60  (statt 74 !)

Ich bin wirklich überrascht, dass die Hauptdüse so klein sein muss. Die ersten Versuche im letzten Jahr mit der 74er Düse führten dazu, dass die Kreidler wie verrückt qualmte, schlecht Gas annahm und rußige Soße aus dem Auspuff lief. Viel zu fett eingestellt. Also arbeitete ich mich weiter runter.
Heute Nachmittag testete ich eine 64 Hauptdüse. Die Gasannahme war OK, aber auch nach zwei Kilometern Vollgasfahrt war das Kerzenbild nicht zufriedenstellend. Die Kerze war nicht mehr verölt und nass, aber immer noch komplett schwarz verrußt. Mit der 60er Hauptdüse ist das Kerzenbild endlich hellbraun, so wie es sein soll. Und die Endgeschwindigkeit stimmt auch. Was will man mehr.
Zum Schluß spannte ich noch die Antriebskette nach.

Das Wochenende soll heiß werden, ideales Wetter für eine längere Tour. Mal sehen, wohin mich die Straßen führen. Ich freu mich drauf!

Montag, 4. Juli 2016

Begegnung der Generationen

Im Mai und Juni bin ich leider nicht viel zum Fahren gekommen. Zuerst stand ein Sight-Seeing-Urlaub mit meiner Frau in Cornwall/UK an (inklusive Stonehenge-Besichtigung), dann war ich beruflich drei Wochen in Nord-Frankreich unterwegs. Als ich nach Hause kam, habe ich anscheinend aus Versehen das schlechte Wetter mitgebracht. 

Jetzt ist es Anfang Juli, und ich konnte wieder ein paar kurze Strecken fahren. Um die Übersicht - besser die Rück-Sicht - zu behalten, habe ich links bei der Klingel einen Old-School-Rückspiegel montiert (BUMM).

Mittlerweile habe ich eine 64er Hauptdüse verbaut und bin mit der Gasannahme soweit zufrieden. Schade nur, dass die MF 2 CL völlig gesetzeskonform bei 25 oder 26 km/h das Beschleunigen einstellt. Ich hatte das von meiner Schulzeit-Kreidler anders in Erinnerung. Aber die war ja auch "etwas" getunt...

Als ich heute abend in unserem kleinen Ort an eine Kreuzung heranrollte, standen da schon zwei andere Mofafahrer und warteten auf eine Lücke im Feierabendverkehr, um die Straße zu überqueren. Ich bemerkte beiläufig, dass sie wohl alte Hercules oder Puch fuhren, jedenfalls keine herausgeputzte Kreidler wie mein Schätzchen. Die beiden Jungs - sicherlich 40 Jahre jünger als ich - bemerkten mich, als ich dicht an ihnen vorbeifuhr und rechts abbog. Sie staunten nicht schlecht, als sie "den alten Mann" auf dem Mofa sahen. Etwa 50 Meter weiter zogen die beiden auf ihren - anscheinend leicht modifizierten - Mofas an mir vorbei, wobei sie mir mit "Daumen hoch" ihre Anerkennung kundtaten. So konnte ich heute meine Kreidler in der heimischen Garage parken und fühlte dabei erneut so etwas wie Stolz und Bestätigung. Ja, es war richtig, die MF 2 CL zu neuem Leben zu erwecken!

Donnerstag, 5. Mai 2016

Vatertagstour 2016

Mit randvollem Tank und unter strahlend blauem Himmel habe ich heute eine Vatertagstour unternommen.
Überall gute gelaunte, manchmal leicht angetrunkene Radfahrer, die in kleinen und größeren Gruppen die Gegend am Niederrhein unsicher machten. Mehrmals erntete ich anerkennende Zurufe wie "geiles Mofa" oder "Klasse. So eine hatte ich auch mal."  Die Zustimmung kam aber ausschließlich von Männern über 40, da die Jüngeren die alten Mofamarken und -typen nicht mehr kennen. 

Ich stellte aber wieder einmal fest, wie wohltuend sich das Design und die Unmengen an Chromteilen der MF 2 CL von dem meist schwarz-grauen Plastik-Einheitsbrei moderner Roller abhebt.

Sagt selbst: Ist das nicht eine echte Schönheit?